Dr. Peter Held

Leben

(Pastoral)Psychologe und protestantischer Theologe.
1956 in Mainz geboren, bin ich in einem kleinen rheinhessischen Winzer- und Bauerndorf aufgewachsen. Nach dem Abitur in Oppenheim/Rhein habe ich von 1975 bis 1981 Psychologie, Ev. Theologie, Philosophie und Pädagogik in Wuppertal und an den Universitäten Heidelberg, Tübingen und Marburg studiert.

Seit 1981 bin ich verheiratet. Zur Familie gehören zwei erwachsene Söhne und eine Schwiegertochter sowie eine Enkelin.

Meine praktisch-theologische Ausbildung (Vikariat) habe ich in Egelsbach sowie im Theologischen Seminar Friedberg absolviert. Hier bin ich erstmals mit der Transaktionsanalyse in Kontakt gekommen. Der Seelsorge-Professor Dr. Helmut Harsch hat sie in die Seelsorgeausbildung der Vikare eingebracht. Seit dieser Zeit setze ich mich mit dieser Methode der humanistischen Psychologie konstruktiv-kritisch auseinander.

Nach Abschluss des Vikariats war ich Pfarrer in zwei kleinen rheinhessischen Weindörfern. Meine Frau und ich haben uns dort eine Pfarrstelle geteilt.

1986 wurde ich Klinikpfarrer in mehreren Darmstädter Krankenhäusern und habe dort längere Zeit - meistens in Teilzeit - gearbeitet. Über viele Jahre hat mich Frau Dipl.-Psychologin Edith Eller-Glässel (Mainz) mit ihrem psychoanalytischen Ansatz als Supervisorin begleitet.

1987 bis 1994 habe ich (u.a.) am Institut für systemische Beratung in Wiesloch eine Ausbildung in systemischer Transaktionsanalyse und in systemischer Beratung absolviert. Mein Ausbilder war Dr. Bernd Schmid, der mich sehr geprägt hat und dem ich für meine weitere professionelle und persönliche Entwicklung sehr viel zu verdanken habe. In Wiesloch habe ich meine konsequente systemische Grundhaltung entwickelt und habe auch eine kognitive Identität als überzeugter gemäßigter Konstruktivist aufgebaut.
1994 habe ich die Prüfung zum geprüften Transaktionsanalytiker in Berlin bestanden.

Von 1994 bis 1999 war ich Lehrbeauftragter am Theologischen Seminar in Friedberg, zeitweise habe ich die dortige Seelsorge-Professur vertreten. Für langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit danke ich Prof. Paul-Gerhard Nohl. 

Berufsbegleitend habe ich die Dissertation >Systemische Praxis in der Seelsorge< unter Begleitung von Prof. Gerhard Rau geschrieben und wurde 1997 zum Dr. theol. an der Universität Heidelberg promoviert. In meiner Dissertation beschäftige ich mich im Grenzgebiet zwischen Psychologie und Theologie mit der Integration der systemischen Familientherapie in die kirchliche Arbeit; damit habe ich Pionierarbeit an dieser Schnittstelle geleistet.

1999 gründete ich im Darmstädter Hundertwasserhaus >Waldspirale< das >Institut Peter Held<, das 2014 in >Privat-Institut in der Waldspirale GmbH< umbenannt wurde. Heute arbeite ich mit einem Lehrtrainer und drei Lehrtrainerinnen des Instituts vertrauensvoll zusammen.

Ab 1998 wurde Jürgen Gündel (Mannheim) mein Mentor für die Ausbildung zum Lehrtrainer für Transaktionsanalyse, die ich 2004 in Bangalore/Indien mit dem Examen zum lehrenden und supervidierenden Transaktionsanalytiker (TSTA) bestanden habe. Jürgen Gündel war auch mein Enneagrammlehrer, während ich mich in der Enneagramm-Ausbildung für die Anwendung dieser Persönlichkeitstypologie qualifiziert habe.

Nach dieser Ausbildung habe ich an einem Meditationstraining in MBSR (mindfullness based stress reduction) nach Jon Kabat-Zinn bei Frau Dipl.-Psychologin Angelika Albert (Heidelberg) teilgenommen.

Bedingt durch eine psychische Erkrankung habe ich mich in eine mehrjährige Analyse in analytischer Psychologie nach Carl-Gustav Jung begeben. Dort lernte ich mit Unterstützung von Dr. Klaus-Uwe Adam (Kassel) die zahlreichen Konzepte und Ideen Jungs näher kennen - durch die Arbeit am persönlichen Entwicklungsweg (>Individuation<). Die Jungianische analytische Psychologie ergänzt - begleitet durch meinen Mentor, Dr.Adam -  meine Arbeit mit dem systemisch-konstruktivistischen Ansatz.

Das Thema, mit dem ich mich in den letzten 30 Jahren am intensivsten beschäftigt habe, ist der Persönlichkeitsbegriff sowie das Phänomen der >Persönlichkeitsentwicklung<. Mit diesem komplexen Themenbereich habe ich mich wissenschaftlich und anhand extensiver Lektüre beschäftigt und ich erarbeite mit den Lehrtrainer-Kollegen und -Kolleginnen eine stetige Weiterentwicklung dessen praktischer Anwendung.
Wissenschaftlicherinnen, die mich konzeptionell beeinflusst haben sind die Juingianerin Verena Kast und Ingrid Riedel, der Hirnforscher Gerald Hüter sowie der Persönlichkeitspsychologe Julius Kuhl. Hier sind auch die Konstruktivisten Ernst von Glasersfeld, Heinz von Foerster sowie Humberto Maturana zu nennen.
Vor kurzem hat mich der Jenaer Soziologe Hartmut Rosa mit seinem Buch >Resonanz< angeregt, dieses Phänomen stärker auf den Persönlichkeitsbegriff und die Entwicklung der Persönlichkeit zu beziehen und dabei auch unsere gesellschaftlichen und kulturellen Rahmenbedingungen stärker zu berücksichtigen.
Für die Entwicklung der eigenen Spiritualität waren für mich die Autoren Carl-Gustav Jung und Julius Kuhl bedeutsam.
Ein Praxisfeld, das seit Gründung des Instituts in der Waldspirale (IWSP) einen Schwerpunkt bildet ist die parteiliche Männerarbeit. Hier verzichten wir auf die sonst so wichtige Allparteilichkeit und unterstützen Männer unterschiedlicher Altersgruppen dabei, sich mit ihrer eigenen Männlichkeit zu identifizieren und eine Rollenklarheit als Mann zu gewinnen. Hierbei ist mir der Innsbrucker Männer- und Väterforscher Prof. Josef-Christian Aigner ein kompetenter Gesprächspartner.

Ehrenamtlich unterstütze ich Familien mit Bildungsbenachteiligung, u.a. durch meinen Ersten Vorsitz des Benefiz e.V. (Gemeinnütziger Verein ). (Slogan: >Wir verschenken Bildung... um Bildungsfernen Bildungsnähe zu ermöglichen<).
Ich bin Mitglied einer gesellschaftspolitischen Arbeitsgruppe für alternatives Denken eines fairen Wirtschaftens, außerdem Teilnehmer einer Selbsthilfegruppe.

Folgende Qualitäten und Werte sind mir wichtig:
V erbundenheit
I nnovativität
E igensinn
L ebensgenuss
F reiheit
A mbiguitätstoleranz
L ebenssinnsuche
T oleranz.



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